Harnblasenschmerzen entstehen am häufigsten durch eine Harnwegsinfektion (Blasenentzündung, Cystitis). Durch eine Urinuntersuchung kann der Urologe die Ursache schnell herausfinden. Sehr starke Harnblasenschmerzen entstehen allerdings auch ohne Infektion, immer dann wenn die Blase sich nicht entleeren kann (Harnverhaltung). Durch die fortlaufende Urinproduktion wird die Harnblase in vielen Fällen dann durch mehr als 1 Liter Urin äußerst schmerzhaft gedehnt. Entlastung bringt dann ein vom Urologen eingeführter Katheter.

Das normale Fassungsvermögen der Harnblase liegt bei ca. 400 ml. Als häufigste Ursache für einen Harnverhalt gelten die gutartige Prostatavergrößerung beim Mann und neurologische Erkrankungen mit Entleerungsstörungen der Harnblase.
Auch psychische Krankheiten können Harnblasenschmerzen auslösen. Als Basisdiagnostik werden beim Urologen die Urinuntersuchung,
die Ultraschallschalluntersuchung und die Cystoskopie (Harnblasenspiegelung) durchgeführt. Je nach Befund sind im Einzelfall weitere Untersuchungen wie Röntgen, Urodynmaik (Funktionsmessungen der Harnblase) und ein Blasenmapping (Probenentnahmen aus der Harnblasenschleimhaut) erforderlich.